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Freitag, 17. April 2009

Dummbatzprämie

noch fadenscheiniger geht es offensichtlich nicht ...


eigentlich wollte ich mich in meinem Blog nicht offen negativ äußern. Aber diese Idee von der 300 € Steuererklärungs-Nichtabgabe-Prämie ist ja wohl der letzte Beweis, der gefehlt hat, um zu zeigen, dass das (Arbeitnehmer-)Volk für dumm verkauft werden soll.

Bevor ich hier zum Hintergrund komme, noch ein Nachtrag zu meinem letzten Artikel: Unter der Rubrik "Gesunder Menschenverstand" schrieb ich über die "Abwrackprämie", die wirklich nur diesen hässlichen Namen verdient hat, denn eine Umweltprämie ist sie nicht. Was wäre eine bessere Lösung, als Steuermittel zum Fenster hinaus zu werfen? Wäre es nicht viel besser, dieses Geld in unsere Zukunft zu investieren? Was ist unsere Zukunft? Kinder, bessere (auch höhere) Bildung und damit Chancen für Wachstum, denn dass sind die einzigen "Rohstoffe", die wir in unserem Lande fördern können, ohne jemals befürchten zu müssen, die Ressourcen zu überfordern.

Zum Hintergrund: Normalerweise ist ein Arbeitnehmerhaushalt, auch wenn er keine Nebeneinkünfte vereinnahmt, zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Warum wohl fordert der Staat (das Finanzamt) diese Pflicht in so vielen Fällen nicht ein? Ich gebe hier eine deutliche Antwort: Weil Sie in diesen Fällen sehr wahrscheinlich einen Erstattungsanspruch gegen das Finazamt haben. Und warum holt sich so mancher Bürger dieses Geld nicht ab? [Entweder, weil er selbst zu faul ist, diesen sehr komplizierten Papierkrieg zu erledigen oder weil er selbst keine Ahnung davon hat.]

Warum gehen Sie nicht zu einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein und lassen einen Fachmann unverbindlich auf Ihre Unterlagen schauen und fragen ihn, ob der Erstattungsanspruch aller Wahrscheinlichkeit nach größer sein wird, als die Arbeit des Fachmannes an Kosten für Sie verursacht? Ich kenne in Cottbus mehrere Berater dieser Zunft, deren Art es ist, ihre neuen Mandanten genau auf diese Weise zu gewinnen.

Damit wäre der Kreis "Gesunder Menschenverstand" wieder geschlossen. Es gibt Rechte und Pflichten. Nutzen wir wirklich alle Rechte oder halten wir uns nur zu oft nur an bereits angemahnte Pflichten? Es wird Zeit, dass wir "braven" Deutschen uns langsam wieder unserer alten Werte, Tugenden und Fähigkeiten bewusst werden, aufstehen und diese auch nutzen.

In diesem Sinne: Lassen Sie sich beraten, damit Sie nicht (für dumm) verkauft werden ;-)

HERZliche Grüße
Stefan Krasulsky

Montag, 30. März 2009

Manche Werte verfallen mit der Zeit

... und deshalb ist es wichtig, darüber nachzuden:

Was wird bleiben?
In dieser Zeit, wo die Krise unserer (Wirtschafts-)Welt immer deutlicher wird, mache ich mir immer häufiger Gedanken darüber, welche Werte morgen noch wichtig sein werden. Geld kann es nicht sein; denn nicht nur in den USA, wo die unglaubliche Summe von einer Billion Dollar frisch gedruckt werden soll, sondern auch in Europa versucht man, der Krise mit noch mehr Schulden beizukommen. Aktien? Nun, momentan sieht es nicht so aus, als könnte man damit irgendwann wieder einmal mit Gewinnen rechnen. Langfristig spricht dennoch vieles dafür, vor allem bei Unternehmen, die sehr innovativ sind und damit das Entwicklungspotenzial zum Meister in ihrer Klasse zu werden, in sich tragen. (Mehr dazu in einem späteren Blog.)

Kredit für Immobilien aufzunehmen, dazu bedarf es im Moment einer Menge an Mut und Zuversicht. Wer weiß schon, wie sicher sein Arbeitsplatz ist? In diesem Zusammenhang mache ich einfach mal eine Prognose: Opel wird (wie Holzmann) nach der Wahl verschwinden. Jetzt wird man erst einmal neue Schulden machen, um das Problem noch ein wenig aufzuschieben.

Es bleiben Rohstoffe, fertige (lagerungsfähige) Produkte und Know-How und Bildung. Bei Rohstoffen sollte es etwas sein, das man auch lagern kann. Öl und Salz kommen hier so richtig nicht in die erste Wahl, wohl aber Silber und Gold. Denn, wenn bedrucktes Papier einmal nicht mehr hält, was es momentan noch verspricht, werden sich viele Menschen wieder auf wirkliche Werte besinnen.

In diesem Zusammenhang möchte ich meinem Sohn zu seinem Erfolg gratulieren. Durch Deine Bemühungen und Deine Arbeit wird Dir nun die Hilfe und Unterstützung der Roland-Berger-Stiftung zuteil. Herzlichen Glückwunsch! (Ich bin sehr dankbar dafür, denn hier wird der Wert Bildung für die Zukunft gefördert.)